Das Zwiebelprinzip
Vergiss den Gedanken, dass du für kaltes oder schlechtes Wetter bei deiner Wandertour
eine einzige, fette Winterjacke brauchst. Wenn du dich damit den Berg hochquälst, schwitzt
du dich in fünf Minuten kaputt und holst dir beim nächsten Windstoß in der Pause die
Erkältung deines Lebens.
Die Lösung heißt Zwiebelprinzip: Mehrere dünne Schichten übereinander, die du je nach
Anstrengung und Wetter wie Puzzleteile kombinierst. Das hält dich trocken, warm und
flexibel.
Das Ganze steht auf drei einfachen Säulen:
Schicht 1 (Die Basis): Zuerst deine Funktionsunterwäsche, diese liegt direkt auf der
Haut. Sie muss den Schweiß sofort vom Körper wegtransportieren. Nimm
Merinowolle (stinkt nicht, wärmt immer) oder Synthetik (trocknet rasend schnell).
Baumwolle ist hier, genau wie bei den Wandersocken, absolut tabu.
Schicht 2 (Die Isolation): Die mittlere Schicht speichert deine Körperwärme. Je nach
Temperatur greifst du hier zu einer Fleecejacke, einer leichten Kunstfaserjacke oder
einer dünnen Daunenjacke.
Schicht 3 (Der Wetterschutz): Außen trägst du eine wind- und wasserdichte
Hardshell- oder Regenjacke. Sie hält Sturm und Regen ab, lässt den Schweiß von den
inneren Schichten aber trotzdem als Dampf nach draußen durch. (Bei der Hardshell
gibt es jedoch noch mehrere Dinge zu beachten – siehe unseren Ratgeber zum Thema
Regenjacken).
Unser Turklar-Tipp: Zieh dich beim Start am Parkplatz immer so an, dass du ganz leicht
fröstelst. Nach zehn Minuten Gehen hat dein Körper Betriebstemperatur und du bist perfekt
temperiert, ohne sofort klatschnass geschwitzt zu sein.
