Turklar

Das Zwiebelprinzip

VVon Victor· 27. Oktober 2026

Vergiss den Gedanken, dass du für kaltes oder schlechtes Wetter bei deiner Wandertour

eine einzige, fette Winterjacke brauchst. Wenn du dich damit den Berg hochquälst, schwitzt

du dich in fünf Minuten kaputt und holst dir beim nächsten Windstoß in der Pause die

Erkältung deines Lebens.

Die Lösung heißt Zwiebelprinzip: Mehrere dünne Schichten übereinander, die du je nach

Anstrengung und Wetter wie Puzzleteile kombinierst. Das hält dich trocken, warm und

flexibel.

Das Ganze steht auf drei einfachen Säulen:

 Schicht 1 (Die Basis): Zuerst deine Funktionsunterwäsche, diese liegt direkt auf der

Haut. Sie muss den Schweiß sofort vom Körper wegtransportieren. Nimm

Merinowolle (stinkt nicht, wärmt immer) oder Synthetik (trocknet rasend schnell).

Baumwolle ist hier, genau wie bei den Wandersocken, absolut tabu.

 Schicht 2 (Die Isolation): Die mittlere Schicht speichert deine Körperwärme. Je nach

Temperatur greifst du hier zu einer Fleecejacke, einer leichten Kunstfaserjacke oder

einer dünnen Daunenjacke.

 Schicht 3 (Der Wetterschutz): Außen trägst du eine wind- und wasserdichte

Hardshell- oder Regenjacke. Sie hält Sturm und Regen ab, lässt den Schweiß von den

inneren Schichten aber trotzdem als Dampf nach draußen durch. (Bei der Hardshell

gibt es jedoch noch mehrere Dinge zu beachten – siehe unseren Ratgeber zum Thema

Regenjacken).


Unser Turklar-Tipp: Zieh dich beim Start am Parkplatz immer so an, dass du ganz leicht

fröstelst. Nach zehn Minuten Gehen hat dein Körper Betriebstemperatur und du bist perfekt

temperiert, ohne sofort klatschnass geschwitzt zu sein.

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