Zelt

Dein Zelt ist deine Lebensversicherung draußen auf deiner Wandertour. Es entscheidet darüber, ob deine Mehrtagestour zum unvergesslichen Abenteuer oder zum absoluten Albtraum im nassen Schlafsack wird. Wenn du dein Wanderequipment für die nächste Reise zusammenstellst und nach dem passenden Zelt suchst, solltest du dich nicht von bunten Farben oder Billigangeboten blenden lassen.
Achte stattdessen auf diese drei entscheidenden Punkte:
Das Gewicht (Dein Rücken wird es dir danken, eigene Erfahrung): Wenn das Zelt
bei einer langen Wandertour tagelang in deinem Rucksack liegt, zählt jedes Gramm.
Als Faustregel für Trekkingtouren gilt: Maximal 1 bis 1,5 kg pro Person. Ein Zelt für
zwei Leute sollte also die 3-Kilo-Marke nicht überschreiten. Alles andere zieht dich
auf Dauer einfach nur runter.
Die Form (Kuppel gegen Tunnel): Kuppelzelte sind die perfekten Allrounder. Sie sind
freistehend, das heißt, du kannst sie zur Not auch ohne Heringe auf felsigem Boden
oder Sand aufbauen. Tunnelzelte hingegen sind die Könige des Nordens: Sie bieten
extrem viel Platz im Innenraum und haben riesige Vorräume (Apsiden) für
schmutzige Stiefel und deinen Wanderrucksäck. Sie müssen aber zwingend sauber
abgespannt werden.
Die Wassersäule (Wann bleibt es wirklich trocken?): Vertraue keinem Zelt, das hier
spart. Das Außenzelt sollte mindestens 3.000 mm Wassersäule haben, damit es auch
bei tagelangem Dauerregen dicht hält. Beim Zeltboden ist der Druck durch dein
Körpergewicht viel höher – hier solltet ihr auf mindestens 5.000 mm bis 10.000 mm
setzen, damit kein Wasser von unten durchdrückt.
Unser Turklar-Tipp: Wenn die Rucksäcke zu viel Platz wegnehmen, zieh einfach die
Regenhülle über den Rucksack und pack ihn draußen in die Apsis zwischen Innen- und
Außenzelt. So bleibt der Innenraum frei, und deine Ausrüstung ist trotzdem absolut sicher
vor dem Wetter geschützt.
